Bau des Torinstandsetzungsdocks am Nord-Ostsee-Kanal
Hafen- und Wasserbau - Hamburg
Bauunternehmung - Ingenieurbau
Bauprojekt Brunsbüttel
Bau des neuen Torinstandsetzungsdocks
Am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel entsteht derzeit ein Torinstandsetzungsdock für die Instandsetzung und Wartung der Schleusentore der großen Schleusen in Brunsbüttel und Kiel-Holtenau sowie der neuen Schleusentore der 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel. Das Dock wird von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) für insgesamt 15 Schleusentore genutzt, die turnusmäßig gewartet oder nach Havarien repariert werden müssen.
Die Bauarbeiten umfassen folgende Maßnahmen:
- Rammarbeiten und Fundamentierung: 112 Ortbeton-Rammpfähle mit Längen bis 40 m für die Hallenkonstruktion und die Schwerlastplatte.
- Spundwände und Schrägpfähle: 350 m kombinierte Spundwände, rückverankert mit bis zu 55 m langen Schrägpfählen und Rundstahlankern, teilweise vom Wasser aus ausgeführt.
- Dockbaugrube und Unterwasserarbeiten: Einbau der Unterwasserbetonsohle nach Fertigstellung von 96 Auftriebspfählen; anschließende Massivbauarbeiten an Kaiholmen und Torliegeplätzen.
- Tiefgründung: Fundamente der Halle und Schwerlastplatte mit hochbelastbaren Ortbeton-Rammpfählen.
- Bagger- und Kaiflächenarbeiten: Herstellung der Schwimmtiefe durch Nassbaggerarbeiten; Auffüllung der Kaiflächen zwischen Liegeplätzen und Halle mit Sand.
Projektauftrag für den Hafen- und Wasserbau
Der Auftrag für Planung und Bau des Torinstandsetzungsdocks wurde im März 2023 vom Wasserstraßen-Neubauamt Magdeburg vergeben. Nach Fertigstellung umfasst das Dock:
- Trockendock mit überdachter Halle
- Drei Torliegeplätze
- Schwerlastplatte als Kranstandfläche
- Laufende Wartung der technischen Anlagen
Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme folgt Anfang 2027.
Präzision in Brunsbüttel: Der 150‑Tonnen-Dockverschluss erfolgreich installiert
Platzierung des Dockverschlusses
In Brunsbüttel wurde ein bedeutender Meilenstein erreicht: Der 150 t schwere Dockverschluss hat erfolgreich seine endgültige Position eingenommen. Damit rückt das Projekt einen entscheidenden Schritt weiter voran.
Um den massiven Stahlverschluss zu bewegen, kam ein leistungsstarker Schwimmkran zum Einsatz. Der Dockverschluss wurde zunächst aufgenommen, anschließend von der horizontalen Transportlage in eine vertikale Einbaulage gedreht, kontrolliert zu Wasser gelassen und schließlich präzise vor die Dockkammer eingeschwommen. Dort bildet das Bauteil künftig das zentrale Abschlussorgan – die „Tür“ zum bereits erstellten und aktuell gefluteten Dock.
Dank einer umfassenden technischen Planung sowie der reibungslosen Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten und Nachunternehmer konnte der gesamte Ablauf sicher, effizient und ohne Verzögerungen durchgeführt werden.
Ein weiterer wichtiger Projektmeilenstein, der die erfolgreiche Umsetzung und das hohe technische Know-how aller Beteiligten unterstreicht.
Daten und Fakten
Alle Details auf einen Blick.
Wasserstraßenneubauamt Magdeburg
110,0 Mio.
Mai 2023 - Dezember 2026
3.700 t Spundwand
1.300 t Schrägpfähle
7.950 m³ Konstruktionsbeton
50.000 m³ Sandhinterfüllung
100.000 m³ Nassbaggerarbeiten
Brunsbüttel, Schleswig-Holstein