Neubau von Trinkwasserbehältern für bessere Wasserqualität auf Sylt
Ingenieur- und Brückenbau
Bauunternehmung - Ingenieurbau
Rohbau- und Betonarbeiten für Trinkwasserbehälter auf Sylt
Projektübersicht
Die Energieversorgung Sylt GmbH (EVS) hat uns mit dem Bau von zwei Trinkwasserbehältern in Westerland und List beauftragt. Ziel ist die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserqualität für die Insel. Die Behälter sind Teil eines modernen Versorgungskonzepts, das Effizienz, Nachhaltigkeit und Hygiene vereint.
Baukörper und Kapazitäten
- Westerland: Zwei achteckige Wasserkammern mit je 2.500 m³ Speichervolumen, angeschlossen an ein zweigeschossiges Bedienungshaus mit Pumpstation. Umbautes Volumen: ca. 9.500 m³.
- List: Zwei rechteckige Wasserkammern mit je 700 m³ Volumen, ebenfalls mit angeschlossenem Bedienungshaus. Umbautes Volumen: ca. 3.200 m³.
- Beide Bauwerke sind teilunterkellert und in Ortbetonbauweise erstellt.
- Verbindung der Baukörper über überdachte Säulengänge aus Beton.
Technische Ausführung
- Tragwerksbau: Stahlbetonskelettbau mit massive Wände, Decken und Bodenplatten
- Fassaden: Klinkerverblendung aus recycelten Verblendsteinen, orientiert an den Bestandsgebäuden der ehemaligen York-Kaserne (denkmalgeschützte Umgebung)
- Betonmenge: ca. 2.500 m³ für beide Trinkwasserbehälter
- Gesteinskörnung: ca. 5.350 t aus Dänemark und Norwegen-
- Zement: ca. 1.000 t aus Lübeck
- Transport: ca. 260 Sattelzüge über Fähre und Autozug
Hygienekonzept und Qualitätssicherung
Die Trinkwasserhygiene hat höchste Priorität. Deshalb wird das Baugelände in fünf Hygienezonen unterteilt. In der sensiblen Wasserkammerzone 1A gelten strikte Regeln:
- Geräte, Werkzeuge und Materialien werden vor Betreten der Zone desinfiziert
- Personal trägt spezielle Schutzkleidung und desinfiziert Schuhe
- Essen, Trinken und Rauchen sind verboten
Die Betonbestandteile (Zement, Gesteinskörnung, Zusatzstoffe) werden nach den strengen Vorgaben des DVGW geprüft und zertifiziert, um Schadstoffbelastungen auszuschließen.
Integration in die Umgebung
Nach Fertigstellung werden die Behälter nahezu vollständig mit Boden überschüttet und begrünt. In Westerland entsteht eine leichte Begrünung, in List wird der Behälter mit Dünensand abgedeckt. So fügen sich die Bauwerke unauffällig in die Landschaft ein und schonen das sensible Trinkwasserschutzgebiet.
Fazit:
Die Trinkwasserbehälter in Westerland und List sind ein technisch anspruchsvolles Infrastrukturprojekt, das höchste Anforderungen an Hygiene, Qualität und Nachhaltigkeit erfüllt. Durch die Errichtung der Ortbetonbauwerke, den Einsatz einer Vorort-Betonmischanlage für trinkwassergeeigneten Beton und die strikte Einhaltung der Hygienekonzepte wurde eine verlässliche und langlebige Grundlage für die Trinkwasserversorgung auf Sylt geschaffen. Die Innen- und Außenausbauarbeiten, einschließlich Pumpstation, EMSR-Technik und Anlagenintegration, sind erfolgreich abgeschlossen und gewährleisten einen reibungslosen Betrieb sowie eine nachhaltige Versorgung der Insel mit hochwertigem Trinkwasser.
Westerland. Sylt
Schnitt durch die Wasserkammer mit begrüntem Dach zur nachhaltigen Integration in die Umgebung
Der Trinkwasserbehälter in Westerland besteht aus zwei achteckigen Wasserkammern und einem zweigeschossigen Bedienungshaus. Die Kammern sind mit einer begrünten Abdeckung versehen, die das Bauwerk harmonisch in die Umgebung einfügt und gleichzeitig den Schutz des Trinkwassers sicherstellt.
List, Sylt
Schnitt durch die rechteckige Wasserkammer, integriert in die Dünenlandschaft
Der Trinkwasserbehälter in List verfügt über zwei rechteckige Wasserkammern mit angeschlossenem Bedienungshaus. Die Abdeckung aus Dünensand und Begrünung fügt das Bauwerk nahtlos in die Dünenlandschaft ein und gewährleistet gleichzeitig die Einhaltung höchster Hygiene- und Qualitätsstandards für die Trinkwasserversorgung.
Daten und Fakten
Alle Details auf einen Blick.
EVS Energieversorgung Sylt GmbH
Sylt, Schleswig-Holstein
8,3 Mio.
List: Februar 2022 April 2024
Westerland: April 2021 Februar 2023
Nutzfläche: 500 m²
Umbauter Raum: 2.500 m³
Fassungsvermögen: 2 x 700 m³
Nutzfläche: 1.650 m²
Umbauter Raum: 8.250 m³
Fassungsvermögen: 2 x 2.500 m³
Ingenieur- und Brückenbau Hamburg